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Lebensqualität nach Brustkrebs

27. Dez 2018

Fünf Jahre nach der Diagnose ist die Lebensqualität von Brustkrebsüberlebenden ähnlich hoch wie die gleichaltiger Frauen. Einige Beschwerden bleiben jedoch überdurchschnittlich häufig.

Die Zahl der Frauen, die nach einer Brustkrebstherapie viele Jahre erkrankungsfrei leben, ist hoch und weiter steigend. Deshalb gewinnt die langfristige Lebensqualität nach der Behandlung immer mehr an Bedeutung. Im DKFZ untersuchten daher Wissenschaftler um Karen Steindorf verschiedene Aspekte der Lebensqualität im zeitlichen Verlauf bis fünf Jahre nach einer Brustkrebsdiagnose und verglichen sie mit den Werten gleichaltriger Frauen der deutschen Allgemeinbevölkerung. Während der Krebstherapie selbst waren die allgemeine Lebensqualität sowie physische, emotionale, soziale und kognitive Funktionen erheblich eingeschränkt. Auch litten die Patientinnen mehr unter chronischen Erschöpfungszuständen (Fatigue), Schlafstörungen und finanziellen Sorgen. Nach fünf Jahren hatten sich jedoch die Werte für fast alle Funktionen und Symptome wieder an die Normwerte angeglichen. Die erkrankungsfreien Brustkrebsüberlebenden litten aber nach wie vor stärker an Schlafproblemen und berichteten über schlechtere kognitive Funktionen als Frauen der Allgemeinbevölkerung. Auch hormonbedingte klimakterische Probleme traten häufiger auf. Eine Befragung ergab, dass sich mehr als ein Drittel der Frauen von ihren Ärzten mehr Beratung oder Therapieangebote zu ihren Beschwerden gewünscht hätten. Die Ergebnisse der Studie sollen nun dazu beitragen, die Brustkrebsnachsorge gezielter an die Beschwerden der Betroffenen anzupassen.

(Quelle: einblick)



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