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Kassen kommen für Kosten auf

27. Mai 2019

In Ausnahmefällen haben Diabetiker Anspruch auf eine häusliche Krankenpflege, die regelmäßig den Blutzuckerwert überprüft. Zu diesem Urteil kommt das hessische Landessozialgericht in Darmstadt. Wie das Gericht am 26. März mitteilte, hatte ein 82 Jahre alter Mann aus dem Main-Kinzig-Kreis, der unter Typ-2-Diabetes erkrankt ist, gegen seine Krankenkasse geklagt. Sie hatte es laut Gericht zunächst abgelehnt, die Kosten für eine regelmäßige Blutzuckermessung des Mannes zu Hause zu übernehmen. So hatte es sein Arzt für mehr als ein Jahr verordnet. Die Krankenkasse vertrat die Ansicht, dass eine Blutzuckermessung daheim nur in zwei Fällen verordnet werden kann: entweder bei einer „Erst- oder Neueinstellung“ oder Fortsetzung der sogenannten intensivierten Insulintherapie, die bei Typ-1-Diabetikern üblich ist. Beides habe bei dem Mann nicht zugetroffen.

In Ausnahmefällen möglich

In Ausnahmefällen aber müsse die Krankenkasse die Kosten für eine regelmäßige Messung übernehmen, teilte das Gericht mit. Der Versicherte sei zum einen weder gesundheitlich selbst dazu in der Lage gewesen, heißt es. Zudem habe der Blutzuckerwert so stark geschwankt, dass der Mann seine Dosis immer wieder neu habe anpassen müssen. Auch seine an Demenz erkrankte Frau habe diese Aufgabe nicht übernehmen können. Für den Mann besteht laut Gericht so ein zu hohes Risiko für Fehlmessungen- oder dosierungen. Revision wurde nicht zugelassen. ♦Hessisches Landessozialgericht Darmstadt: AZ L 8 KR 443/17

(Quelle: CAREkonkret)



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