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Zukunft der Pflege: Fürsorge – Männer braucht das Land

12. Jul 2013

Die Hauptlast der Betreuung alter oder kranker Menschen tragen nach wie vor die Frauen – als professionelle Fachkräfte oder privat in der Familie. Mit Blick auf die Zukunft der Pflege sei diese alleinige Belastung des weiblichen Geschlechtes bedenklich, meinte Gender-Expertin Barbara Stiegler auf einem Forum der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Stiegler forderte deshalb ein neues Rollenverständnis der Geschlechter. In der professionellen Pflege sind ihren Angaben zufolge im ambulanten Bereich 85 Prozent der Fachkräfte Frauen.  Unter den privat pflegenden Angehörigen seien 73 Prozent weiblich. Und diese litten häufig unter dreifacher Belastung – sie seien berufstätig, hätten Kinder und betreuten Angehörige. Um an diesem Zustand etwas zu ändern, müssten nach Ansicht der Referenten und Diskutanten auf dem FES-Forum Sorge- und Erwerbsarbeit anders organisiert und anders verteilt werden – zwischen Frauen und Männern, zwischen Individuum und Solidargemeinschaft. „Die Gesellschaft muss eine positivere Einstellung zu Fürsorgemännern entwickeln“, meinte Lena Hipp von der Arbeitsgruppe „Arbeit und Fürsorge“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), das „Alphatier ist heute noch das Ideal, nicht der gute Vater oder der engagierte Sohn.“

(Quelle: carekonkret)



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