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WHO warnt vor Krebs durch Dieselabgase

20. Jun 2012

Forscher haben Dieselabgase aus Autos und Maschinen als krebserregend eingestuft. Abgesehen von „hinreichenden Beweisen“ für die Verursachung von Lungenkrebs gebe es Hinweise darauf, dass Dieselabgase zu Blasenkrebs führen könnten, heißt es in einer Erklärung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) in Lyon, die zur WHO gehört. Die Forscher räumten ein, dass die Gefahr einer Krebserkrankung durch das Einatmen von Abgasen anhand ihrer Untersuchungsergebnisse eher gering sei. So schätzt IARC-Chef Kurt Straif nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“, dass die Gefahren selbst bei Berufskraftfahrern eher mit jenen des Passivrauchens vergleichbar sind. Jedoch müsse bei Menschen, die oft intensiv Dieselabgase inhalieren, von einer direkten Verbindung zu Lungenkrebs ausgegangen werden. Angesichts solch grundsätzlicher Gefahren fordern die IARC-Forscher, weltweit den Kontakt (von Menschen) mit dieser Mixtur von Chemikalien zu reduzieren. Autobauer in Deutschland kritisierten, die Untersuchung basiere auf Emissionswerten alter Dieselmotoren ohne Filtersysteme. Schadstoffemissionen bei Dieselmotoren seien in den letzten Jahrzehnten immer mehr zurückgegangen. Der Dieselanteil an den Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen in Deutschland liegt heute bei mehr als einem Drittel.



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