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Was im H1N1-Impfstoff steckt

17. Nov 2009

Trotz der stetig steigenden Schweinegrippe-Fälle wird der Volks-Impfstoff „Pandemrix“ immer noch heftig diskutiert. Er besteht hauptsächlich aus zwei Komponenten, dem eigentlichen Impf-Antigen (Komponenten der Virusoberfläche) und dem Wirkverstärker, auch Adjuvans genannt. Hauptkritikpunkt der Impfgegner gilt diesem in „Pandremix“ enthaltenen Wirkverstärker. Generell sind Adjuvanzien Zusätze, die ermöglichen, dass mehr Impfstoff in kürzerer Zeit produziert werden kann. Nach Einschätzung des Chefapothekers der Uniklinik Aachen, Dr. Albrecht Eisert, stünden uns die nötigen Impfdosen gegen H1N1 ohne Wirkverstärker erst im Frühjahr 2010 zur Verfügung. Adjuvanzen hingegen „strecken“ den Wirkstoff, ohne die Wirksamkeit aufs Spiel zu setzen. Schon seit mehr als 80 Jahren werden Aluminiumsalze als Adjuvans verschiedenen Impfstoffen zugesetzt, wie etwa den Wirkstoffen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Hepatitis A und B. Weil sich Aluminiumsalze jedoch nicht als ausreichend wirksam erwiesen haben, enthält „Pandemrix“ keinen bewährten, sondern einen neuartigen Wirkverstärker namens AS03. Dieser besteht aus Squalen, Polysorbat und Vitamin E. Der Vorwurf der Impfgegner lautet: Es liegen nicht genügend Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit vor. Dem hält das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) entgegen, dass AS03 in klinischen Studien mit 20000 Personen erprobt wurde, ohne dass auffällige Nebenwirkungen beobachtet wurden. Besonders umstritten ist dabei das Squalen. Es heißt, es könne das Golfkriegssyndrom (Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Depressionen) hervorrufen. Experten versichern, dass Squalen ein natürliches Zwischenprodukt des Cholesterinstoffwechsels und Bestandteil der Körperzellen ist. Die Menge an Squalen, die in einer Dosis Impfstoff enthalten ist, liegt laut PEI nicht höher als die durchschnittliche Menge, die täglich mit der Nahrung aufgenommen wird. Zudem ist der Vorwurf, der Wirkstoff enthalte gesundheitsschädliche Nanopartikel, nicht haltbar. Auch wenn einige der Komponenten in einem Größenbereich angesiedelt sind, der im Bereich von Nanometern liegt, handelt es sich laut PEI nicht um technologisch gezielt hergestellte, bedenkliche Partikel.



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