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Test: Bio-Produkte sind nicht unbedingt gesünder

08. Jun 2010

Für ein gutes Gewissen in Sachen Umweltschutz sind Bio-Lebensmittel allemal gut. Ob sie auch gesünder sind oder besser schmecken, darüber darf weiter gestritten werden. Das ergab eine Bilanz der Stiftung Wartentest aus insgesamt 85 Lebensmittel-Tests der vergangenen acht Jahre. Danach ist „Öko“ nicht automatisch gesünder oder schmackhafter als konventionelle Ware. Nach den „test“-Qualitätsurteilen gibt es im Durchschnitt auch sonst keine qualitativen Unterschiede. Allerdings bietet die Öko-Kost zwei Vorteile: Pestizide kommen selten vor. Außerdem engagieren sich die Bio-Anbeiter wesentlich stärker für Umwelt und Soziales als die Hersteller herkömmlicher Produkte. Sowohl bei den herkömmlichen als auch bei den Bio-Lebensmitteln gab es in den 85 Tests Produkte mit „sehr guten“, aber auch mit „mangelhaften“ Bewertungen. Bio-Produkte haben die konventionelle Konkurrenz danach zum Beispiel bei Vollmilch oder bei Würzölen deutlich übertrumpft. Bei nativem Rapsöl hingegen schnitten viele konventionelle Produkte besser ab. Frischem Bio-Obst, Bio-Gemüse und Bio-Tee können die Verbraucher vertrauen: In 75 Prozent dieser Produkte waren gar keine Pestizide nachweisbar, hier ist Bio klar im Vorteil. Probleme bei Keimen und der Sensorik, also Geschmack und Geruch, haben Bio-Hersteller im Laufe der Zeit gemeistert. Eines bleibt: Bio-Produkte aus den Tests waren zwischen 30 bis 50 Prozent teurer als herkömmliche. Dafür kann der Käufer mit reinem Öko-Gewissen in Bio-Apfel oder Bio-Wurst beißen: Er unterstützt eine ökologische, nachhaltige Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung.



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