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Sucht im Alter: Jeder siebte Pflegebedürftige ist abhängig

29. Jun 2012

Sucht im Alter wird immer mehr zu einem ernsthaften Problem. Jeder siebte Pflegebedürftige hat ein Suchtthema. „Bei den über 60-Jährigen sind über 400.000 Menschen alkoholkrank. Hinzu kommen andere Suchterkrankungen, vor allem die Medikamentenabhängigkeit“, sagt Dr. Dieter Geyer, einer der führenden Suchtexperten in Deutschland. Warum gerade ältere Menschen in die Sucht abrutschen, hat mehrere Gründe. „Themen wie Krankheit und Tod, Depression und Trauer werden im Alter immer dominanter. Viele Menschen scheitern an dieser Entwicklungsaufgabe und versuchen, sich mit Suchtmitteln zu betäuben. Gleichzeitig verstoffwechselt der ältere Mensch schlechter als der junge. Dies bedeutet, dass bereits eine geringere Dosis Schäden verursachen kann“, so der Experte. Sein Rat: „Trinken Sie maßvoll. Das bedeutet für Frauen ein Glas Wein pro Woche, für Männer maximal das Doppelte.Und legen Sie pro Woche zwei bis drei alkoholfreie Tage ein. Und wenn Ihr Partner das gesunde Maß nicht findet, sprechen Sie ihn bestimmt, aber ruhig darauf an. Sucht ist eine Krankheit und die Betroffenen brauchen unsere Hilfe.“



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