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Studie belegt: Demenzkranke leben zu Hause länger als im Heim

05. Apr 2011

Eine Arbeitsgruppe um Privatdozent Stefan Schröder vom Klinikum Güstrow hat herausgefunden, dass Menschen mit Demenz zu Hause länger leben als im Pflegeheim. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich in der „Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie“ veröffentlich. Wie die „Ärzte Zeitung“ berichtete, verglich die Arbeitsgruppe die Lebenserwartung von zu Hause lebenden Demenzkranken mit der Lebenserwartung bei einer Betreuung im Pflegeheim. In der auf acht Jahre angelegten Studie wurden die Daten von 173 Patienten mit Alzheimer-Demenz oder vaskulärer Demenz verglichen. Die Ergebnisse der Studie: Etwa 80 Prozent der Demenzkranken waren nach im Schnitt acht Jahren gestorben. Die durchschnittliche Überlebenszeit lag bei den in Pflegeheimen betreuten Patienten bei 29,2 Monaten, bei zu Hause betreuten Patienten betrug sie dagegen 55,5 Monate. Die zu Hause betreuten Patienten lebten somit 2,2 Jahre länger als Demenzkranke im Pflegeheim. Wurden Alter und Schwere der Krankheit in die Berechnung mit einbezogen, war die Sterberate zu Hause trotzdem nur halb so hoch wie im Pflegeheim. Eine plausible Erklärung für die Studienergebnisse haben die Forscher nicht. Eigentlich seien sie davon ausgegangen, dass gefährende Faktoren, wie zum Beispiel Mangelernährung, zu Hause häufiger vorkommen als im Pflegeheim. Auf der anderen Seite werden Patienten zu Hause weniger häufig mit Psychopharmaka behandelt und erfahren mehr menschliche Zuwendung.



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