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Stiftung: Morphium-Abgabe für 24 Stunden

08. Feb 2011

Die Deutsche Hospiz Stiftung hat Verbesserungen bei der Abgabe von Morphium an schwerkranke Schmerzpatienten gefordert. In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ verlangte Stiftungsvorstand Eugen Brysch, Patienten eine Dosis für 24 Stunden zu überlassen. Nur so ließen sich Schmerz-Spitzen beseitigen, die gerade nachts aufträten. Die Patientenschützer wollen bei den Abgeordneten des Bundestages für eine entsprechende Gesetzesinitiative werben. „Wir dürfen Menschen, die an Schmerzen leiden, nicht durch eine gesetzliche Regelung quälen“, sagte Brysch. Bisher müsse ein zu Hause lebender, schwerkranker Patient das schmerzlindernde Morphium sofort in Anwesenheit eines Arztes oder einer speziell ausgebildeten Pflegekraft einnehmen. Laut Betäubungsmittelgesetz wird es nur zum „unmittelbaren Verbrauch“ überlassen. Die zweite Möglichkeit ist, dass der Arzt seinem Patienten Morphium verschreibt und ihm das Rezept aushändigt – aber das Mittel für später zurücklassen darf er nicht. Dies bezeichnet Brysch gerade in ländlichen Gebieten als problematisch. Betroffen seien insgesamt rund 300 000 Menschen, für die keine Bevorratung von hochwirksamen Schmerzmitteln gesetzlich möglich sei, sagte Brysch.



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