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Sozialverband: Hilfebedarf Demenzkranker anerkennen

29. Jun 2011

Der Sozialverband Deutschland (VdK) bezeichnet es als eklatante Benachteiligung, dass Menschen mit Demenz keine oder nur eine geringe Pflegestufe erhalten. Damit sie angemessene Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten, müsse der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff endlich umgesetzt werden. Anlässlich des Pflegedialogs Mitte April zwischen dem Bundesgesundheitsminister und Sozial-, Patienten- und Pflegeverbänden mahnte der VdK, die Bedarfe Demenzkranker bei der Weiterentwicklung der Pflegeversicherung angemessen zu berücksichtigen. Es sei unzeitgemäß, die Auszahlung von Pflegegeld an das Vorliegen einer Pflegestufe zu koppeln, die jedoch nur bei körperlichen Einschränkungen zuerkannt werde und somit Demenzkranke ausklammere. „Menschen mit Demenz haben häufig einen Hilfe- und Betreuungsbedarf, der über den normalen Hilfebedarf hinausgeht. Auch kognitive und kommunikative Einschränkungen müssen berücksichtigt werden“, fordert VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Zudem sei es eine Benachteiligung, dass pflegende Angehörige von Demenzkranken, bei denen keine Pflegestufe anerkannt wurde, kein Anrecht darauf haben, – von der Pflegeversicherung zumindest bezuschusste – Entlastungsangebote wie Verhinderungs- und Kurzzeitpflege zu bekommen. Informationen: www.pflege-geht-jeden-an.de
Aktualisiert ( Mittwoch, 29. Juni 2011 um 08:02 )



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