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Schwerkranke in häuslicher Pflege häufug depressiv

15. Apr 2009

Knapp die Hälfte aller Patienten in häuslicher Pflege mit schwerer unheilbarer Erkrankung leidet unter Depressionen. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Uni Leipzig hervor.

Demnach berichtete jeder vierte der tumorerkrankten Patienten auch von mäßiger bis starker Angst. Über 75 Prozent litten unter starker Schwäche und Müdigkeit. Bei 42 Prozent treten laut Studie mehrere Symptome gleichzeitig auf. Wissenschaftler befragten über zwei Jahre 100 häuslich versorgte Patienten mit einer Tumorerkrankung sowie ihre pflegenden Angehörigen und die Pflegedienste.

Auch die Angehörigen stehen unter hohem psychosozialen Druck. Dabei litten pflegende Frauen häufiger unter psychosomatischen Krankheiten als Männer.

Als Ergebnis der Studie plädieren die Wissenschaftler für psychosoziale Betreuung von Patienten und Angehörigen sowie eine stärkere Vernetzung von Krankenhäusern und ambulanten Pflegediensten.



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