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Positive Erinnerungen und Emotionen wachrufen: Bilderbuch für Demenzkranke

02. Aug 2010

Ein Bilder-Buch für demenzkranke Menschen im frühen und im mittleren Stadium haben Beate Wolf, Mitarbeiterin der Kölner Caritas, und der Illustrator Thomas Haubold entwickelt. Das Buch soll Angehörigen und Mitarbeitern den Dialog mit den erkrankten Menschen erleichtern. „Daran erinnere ich mich gern“ lautet der Titel. Erschienen ist es in der Schlüterschen Verlagsgesellschaft, Hannover. Kindheit, Schulzeit, Verliebtsein, Hochzeit, Urlaub und andere stark emotionale Erlebnisse sind die Themen, die Thomas Haubold in prägnante Bilder umgesetzt hat. „Wir zielen auf ein Erinnern ab, das eine positive Grundstimmung bewirkt“, erläuterte Wolf gegenüber der Nachrichtenagentur ddp. Es gehe darum, die Erinnerung an die eigene Persönlichkeit, die eigene Identität, so lange wie möglich aufrechtzuerhalten und die Krankheit so weit wie möglich zu bremsen. Den Wert von Erinnerungsarbeit unterstreicht auch die Psychologin Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe: „Plötzlich sind es nicht mehr die gebrechlichen, hilfsbedürftigen Patienten oder Angehörigen.“ Nicht nur die Betroffenen, auch Angehörige und Pflegekräfte können von der Arbeit mit dem Bilder-Buch profitieren, meint Beate Wolf. Seit 20 Jahren betreut sie bei der Kölner Caritas Demenzkranke. Aus langjähriger Praxis heraus weiß sie: „Je mehr die rationalen Fähigkeiten der Erkrankten abnehmen, desto wichtiger werden die emotionalen Bedürfnisse nach Zugehörigkeit, Sicherheit und Trost.“ Aber umso schwieriger werde es auch, das Gespräch mit ihnen aufrechtzuerhalten. INFORMATIONEN: Daran erinnere ich mich gern. Ein Bilder-Buch für die Biografiearbeit, Schlütersche Verlagsgesellschaft Hannover 2009, ISBN:978-3-89993-202-7, Euro 32,00.



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