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Pflegende Angehörige sind auch in Begleitsituationen unfallversichert

27. Dez 2010

Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel hat den Unfallschutz pflegender Angehöriger gestärkt. Nach einem aktuellen Urteil stehen sie auch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn sie eine gehbehinderte Pflegeperson auf dem Weg zu wichtigen Terminen begleiten (Az: B 2 U 6/10 R). Im nun entschiedenen Streitfall hatte die Tochter ihre pflegebedürftige Mutter zum Arzt begleitet. Auf dem Rückweg stürzte die alte Frau auf der Treppe zu ihrer Wohnung. Sie riss dabei auch ihre Tochter mit sich. Diese zog sich einen Knochenbruch im linken Knie zu. Wer sich um einen Angehörigen kümmert, der Leistungen der Pflegeversicherung bezieht, ist bei seiner Pflegetätigkeit unfallversichert. Trotzdem lehnte in diesem Fall die Unfallversicherung Leistungen ab. Der Unfall sei nicht während einer versicherten Pflegetätigkeit geschehen. Wie das BSG entschied, gehört aber auch die Mobilität der Mutter zu den für die Tochter unfallversicherten Pflegebereichen. Denn ohne Hilfe könne die Mutter keine Treppen steigen und hätte daher ohne die Tochter ihren Arzt gar nicht ausuchen können. Es komme nicht darauf an, ob solche Hilfen bei der Berechnung der Pflege-Leistungen berücksichtigt wurden, hieß es in der Begründung der Richter.



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