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Oft vereint: Arthritis und Schuppenflechte

15. Jan 2010

Trotz der weiten Verbreitung der so genannten Psoriasis-Arthritis ist der Zusammenhang zwischen der entzündlichen Gelenkerkrankung und der Schuppenflechte vielen Patienten und Ärzten nur wenig bekannt. Entsprechend häufig wird diese Erkrankung übersehen und gar nicht oder aber falsch behandelt, wie die Deutsche Rheuma-Liga kritisiert. Mediziner sprechen auch von Psoriasis arthropatica oder Arthrtits psoriatica; gemeint ist das gleiche Krankheitsbild. Nach Angaben der Experten sind in Deutschland mehr als 400000 Menschen an Schuppenflechten-Arthritis erkrankt. Jährlich gebe es bis zu 10000 Neuerkrankungen. Bei den Betroffenenen stehe meist zunächst die Hauterkrankung im Vordergrund. Die Patienten plagten entzündliche Hautveränderungen mit weißlichen Schuppen oder verdickte, sich gelblich färbende Fingernägel. Dann schmerzten die Fingerendgelenke oder Zehen. Die Sehnen schwellen nach Angaben der Rheuma-Liga wurstförmig an. Alternativ könne auch die Wirbelsäule betroffen sein. Schmerz und Gelenkzerstörung seien die Folge. Die Diagnose einer Psoriasis-Arthritis sollte von einem Rheumatologen gestellt oder bestätigt werden. Die Krankheit verläuft zwar chronisch, neigt aber im Unterschied zur chronischen Polyarthritis zu langen, spontanen Ruhepausen und Besserungen. Daher ist eine unkontrollierte und kritiklose Therapie mit nebenwirkungsreichen Arzneimitteln über lange Zeiträume möglichst zu vermeiden. Eine effektive Behandliung der Autoimmunerkrankung sei durchaus möglich, betont die Rheuma-Liga, die zum Krankheitsbild der Psoriasis-Arthritis einen kostenlosen Ratgeber erarbeitet hat. Wenn auch keine wirkliche Heilung erzielt werde, so könnten doch vielfach die Symptome erheblich gelindert werden.



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