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Nicht mehr verordnungsfähig

22. Mrz 2011

Die nicht insulinpflichtigen Diabetiker des Typs 2 werden künftig für ihre Harn- und Blutzuckerteststreifen selbst aufkommen müssen. Der Grund: Nach Informationen der Ärzte Zeitung ist davon auszugehen, dass der Gemeinsame Bundesausschluss in seiner Sitzung am letzten Donnerstag (Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest) die Verordnungsfähigkeit dieser Produkte eingeschränkt hat. Betroffen von dieser Änderung wären rund drei Millionen Menschen. Ärzte könnten Verordnungen dann nur noch in Ausnahmefällen ausstellen. Grundlage der anstehenden Entscheidung des GBA sind die Ergebnisse einer Studie des Institus für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Danach gebe es weder für die Blutzuckerselbstmessung noch für die Urinzuckerselbstmessung einen Beleg für einen Nutzen bei Patienten mit Diabetes Typ 2, berichtete die Zeitung. Der Deutsche Diabetiker Bund hält den geplanten Verordnungsausschluss für rechtswidrig. Das IQWiG habe zu wenige Studien berücksichtigt und die Lebensqualität der Patienten zu gering gewichtet. Der Diabetikerbund vermutet, der Verordnungsausschluss werde aus Sparzwängen im Gesundheitswesen durchgesetzt. Rund 900 Millionen Euro kosten die Teststreifen die gesetzlichen Kassen pro Jahr.



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