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Neue Operationsmethode bei Grünem Star

05. Okt 2010

Im St. Martinus-Krankenhaus Düsseldorf gibt es ein neues Instrument zur Behandlung des Grünen Stars. Die Standard-OP beim Grünen Star gilt als aufwendig und hinterlässt Narben. Nun gibt es eine neue Methode, die Krankheit zu behandeln. Ein mikrochirurgisches Instrument, das Trabektom, ermöglicht einen schonenderen Eingriff. Das St. Martinus-Krankenhaus hat dieses Gerät für 35000 Euro angeschafft und ist damit europaweit eines von drei Krankenhäusern, das die neuartige Operation durchführen kann. Das Trabektom erinnert an eine normale Nadel, besteht allerdings aus einem Messer, einer Elektrode und einem Absaug- und Infusionskanal. Das Instrument dient dazu, das so genannte Trabekelmaschenwerk zu entfernen, das beim Betroffenen den Abfluss des Kammerwassers vermindert. Der örtliche Eingriff dauert nur rund 15 Minuten. Dabei wird ein Schnitt von 1,7 mm gemacht. Die Bindehaut bleibt im Gegensatz zu bisherigen Operationsmethoden intakt. Allerdings kann die neue Methode mit dem Namen „Tarbekulotomie ab interno“ nicht bei allen Betroffenen angewandt werden. Randolf Widder von der Augenklinik des St. Martinus-Krankenhauses schätzt, dass sie bei rund der Hälfte seiner Patienten infrage käme. Dazu darf der Druck im Auge nicht allzu stark sein. Allerdings könne nach dem Eingriff bei den meisten Patienten eine deutliche Verbesserung festgestellt werden. Hunderttausende Menschen leiden allein in Deutschland am Grünen Star, dem „Glaukom“. Dabei fließt das Kammerwasser im Auge nicht mehr richtig ab. Im schlimmsten Fall droht die Erblindung, von der nach Schätzungen welweit zwischen fünf und sieben Millionen Menschen betroffen sind.



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