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Krise bei Deutschlands größtem Pflegedienst

22. Feb 2011

Die Zahl pflegender Angehöriger in Deutschland ist nach Angaben des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) deutlich gesunken. Nur noch knapp über 18 Prozent der Bundesbürger seien heute grundsätzlich bereit, einen Partner oder nahen Angehörigen rund um die Uhr zu betreuen, sagte Zentrumsleiter Dr. Ralf Suhr der „Ärzte Zeitung“. Vor fünf Jahren hätten sich noch 35 Prozent der Deutschen entprechend geäußert. Neben ganz persönlichen Gründen, so Suhr, seien der Wandel traditioneller Familienstrukturen und erhöhte Mobilitätsanforderungen auf dem Arbeitsmarkt Ursachen für die rückläufige Zahl pflegender Angehöriger. „Die Eltern leben in Münster oder Bielefeld, die Kinder in München oder Freiburg – aus  der Ferne die Pflege der Eltern oder Großeltern zu organisieren, ist kaum möglich.“ Das Wegbrechen des größten Pflegedienstes in Deutschland stelle das System der Pflegeversorgung aber vor massive Probleme. Experten wie Suhr sehen denn auch nicht nur die Politik, sondern auch die Unternehmen in der Pflicht. Sie müssten verstärkt über flexible Arbeitszeitmodelle nachdenken, um pflegenden Angehörigen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern. Kassen, Ärzte und professionell Pflegende wiederum müssten Angehörige deutlich mehr über bereits bestehende Unterstützungsangebote wie etwa Beratung, Kurzzeitpflege und ähnliches informieren, so Suhr.



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