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Drei Prozent sind gefährdet

24. Apr 2012

Etwa drei Prozent der Pflegeheimbewohner und ebenfalls drei Prozent der älteren Patienten in den Kliniken weisen eine Alkoholkrankheit auf, so  Werner Hofmann, Präsident der Deutschen Gesellschafft für Geriatrie (DGG). Das Erkennen sei schwierig: „Zum einen verbergen ältere Menschen diese Sucht geschickt, zum anderen führen manche Symptome auf die falsche Fährte.“ Ältere seien ohnehin sturzgefährdeter, hätten oft Schwierigkeiten beim Gehen, schwanken häufiger oder wiesen auch mal Verwirrtheitszustände auf: „Dinge, die man dann häufig dem Alter zuschreibt, und dabei nicht so sehr daran denkt, dass es mit durch eine Alkoholsucht bedingt sein kann.“ Ein weiteres gravierendes Problem sei die Polypharmazie. Viele alte Menschen nehmen täglich mehr als 15 verschiedene Medikamente ein: „Zusätzlicher Alkoholkonsum wird dann unkalkulierbar“. Außerdem habe Sucht viel mit Depression zu tun, und beides mit Vereinsamung. Auslöser könnten neben gesundheitlichen Einbußen etwa der Verlust des Lebenspartners sein. Deshalb müssten die Alten nicht nur in soziale Netze eingebunden sein, sondern sollten Aufgaben übernehmen, um Sucht, Depression und Suizidgefährdung vorzubeugen. Die Rahmenbedingungen müsse die Politik schaffen, fordert Hofmann.



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