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Depression: Patienten sollten Medikamente nicht absetzen

16. Aug 2011

Nimmt ein depressiver Patient Medikamente nicht wie vorgesehen ein, kann das verschiedene Gründe haben. Jeder zweite Patient, der eine Langzeittherapie braucht, zeigt mangelnde Therapietreue. „Vergeßlichkeit ist nur eine Ursache“, sagt Friedemann Schmidt (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände). Zu Beginn der Therapie bemerken Patienten oft noch keine Stimmungsaufhellung, aber bereits Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit oder Gewichtszunahme. Weil sie an der Wirksamkeit zweifeln, setzen einige Patinten das Antidepressivum ab. Wenn nötig, kann der Arzt einen Wirkstoff mit schnellerem Wirkungseintritt verordnen. Schmidt: „Wenn die Wirkung der Antidepressiva einsetzt und sich die Stimmung aufhellt, nehmen manche Patienten die Tabletten nur unregelmäßig ein – auch aus Angst, abhängig zu werden. Das ist falsch.“ Wer nach dem Abklingen der akuten Depression die Antidepressiva einige Monate lang weiter einnimmt, verringert das Risiko eines Rückfalls.



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