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17.
Aug
2018

Schnelltest für Antibiotika

Welches Antibiotikum wirkt bei welchem Patienten? Das ist wichtig zu wissen, denn die Bakterienkiller sollten zielgenau eingesetzt werden, um Resistenzen nicht zu fördern. Forscher aus Jena haben jetzt einen Test entwickelt, der in zwei Stunden das Ergebnis liefert. Bisherige Verfahren dauern mit bis zu 72 Stunden so lange, dass Ärzte häufig „blind“ Breitbandantibiotika einsetzen. Der neue Test ist aber noch nicht in der Praxis verfügbar.

(Quelle: Apotheken Umschau)

16.
Aug
2018

Unterschiede bei der Pflege

Die Pflegeheime in Deutschland unterscheiden sich stark in ihrer Qualität. Vielerorts erhalten Demenzkranke über lange Zeiträume Psychopharmaka, bei Bettlägerigen entstehen häufiger offene Wunden, weil sie zu selten umgelagert werden (Dekubitus), und es kommt zu deutlich mehr Einweisungen in Krankenhäuser. Das zeigt eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) für den Pflegereport 2018. Ausgewertet wurden Daten von AOK-Versicherten aus rund 5600 Pflegeheimen. So treten etwa in den auffälligsten 25 Prozent der Heime jährlich zwölf oder mehr Dekubitus-Fälle pro 100 Bewohner auf. Das ist dreimal so viel wie in den25 Prozent der Heime mit den niedrigsten Raten. Dekubitus kann mit der richtigen Pflege meist verhindert werden.

(Quelle: Apotheken Umschau)

15.
Aug
2018

Maßnahmen gegen das Vergessen

DEMENZ-STUDIE – Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Denkaufgaben wirken dem geistigen Abbau entgegen. Dies ist das Ergebnis der FINGER-Studie (Finnish Geriatric Intervention Study to Prevent Cognitive Impairment and Disability). Diese Forschung verfolgt einen multidimensionalen Ansatz zur Vorbeugung gegen das Vergessen im Alter, insbesondere in der Frühphase einer Demenz wie Alzheimer. Die kognitiven Funktionen von 1.260 Probanden im Alter zwischen 60 und 77 Jahren wurden zu Beginn der Studie sowie nach zwölf und 24 Monaten mit einer ausführlichen neuropsychologischen Testbatterie untersucht. Nach zwei Jahren konnte belegt werden, dass die Personen, die intensiver gecoacht wurden und mehr Training absolvierten, gegenüber den Kontrollpersonen ihre kognitiven Fähigkeiten um 25 Prozent verbesserten.

(Quelle: Tagespflege aktuell)

14.
Aug
2018

Problematisches Weiß

Wer unter chronischer Darmentzündung leidet, sollte die Finger von Lebensmitteln lassen, die mit Titandioxid strahlend weiß gefärbt wurden. Das raten Forscher des Universitätsspitals Zürich. Ihre Studien an Zellkulturen ergaben, dass Nanopartikel des Farbstoffs die Produktion von Botenstoffen in Darmzellen auslöst. Dies könne die Entzündungsreaktion im Körper von Patienten mit Morbus Crohn oder Colitits Ulcerosa verstärken. Titandioxid sei als Lebensmittelzusatzstoff E171 zum Beispiel in Zuckerguss, Kaugummis und Marshmallows enthalten.

(Quelle: Apotheken Umschau)

13.
Aug
2018

EEG sagt Besserung voraus

Welche Menschen mit Depression sprechen auf eine Therapie an? Das ist bislang kaum abzusehen. Einer neuen Studie zufolge könnte jedoch eine simple EEG-Untersuchung vor Behandlungsbeginn Aufklärung bringen. Ein Forscherteam von sechs verschiedenen US-Universitäten analysierte bei 248 Patienten die Hirnaktivität in einem bestimmten Teil des anterioren zingulären Kortex, einer Hirnstruktur, die zum limbischen System zählt. Teilnehmer, die im EEG dort vermehrt Thetawellen (mit einer Frequenz von vier bis sieben Hertz) aufwiesen, machten im Verlauf der Behandlung größere Fortschritte. Dies galt selbst für Patienten, die ein Placebo erhielten – und auch dann, wenn die Forscher den Einfluss anderer Merkmale herausrechneten, die gemeinhin für eine schlechtere Therapierbarkeit sprechen. Dazu zählen etwa der anfängliche Schweregrad der Störung, ein höheres Alter der Patienten oder wiederholte depressive Phasen. Der anteriore zinguläre Kortex spielt unter anderem eine Rolle dabei, negative Gefühlsregungen zu unterdrücken und die Aufmerksamkeit auf anstehende Aufgaben zu fokussieren. Erste Hinweise darauf, dass die Aktivität in dieser Hirnregion mit dem Erfolg einer Depressionstherapie zusammenhängt, gab es bereits im Jahr 1997. Bis dato erschienen aber nur sehr kleine Untersuchungen zum Thema, in denen der Einfluss anderer Variablen nicht ausreichend kontrolliert wurde. Es sei nun an der Zeit, EEG-Messungen auch in der klinischen Praxis zu berücksichtigen, schreiben die Autoren. So könnte etwa eine geringe Thetawellen-Aktivität darauf hindeuten, welche Patienten von Anfang an eine besonders intensive Therapie benötigen. JAMA Psychchiatry 75, S. 547 – 554, 2018

(Quelle: Gehirn + Geist)

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